Neue Ausgabe erschienen: Betriebsräte - Co-Manager, Volktstribune, Notärzte?

EDITIORIAL

Die Betriebsräte stehen im Mittelpunkt dieser ersten Ausgabe von denk-doch-mal im Jahr 2012. Die letzte Betriebsratswahl ist endgültig ausgewertet und bewertet. Das ist Anlass genug für eine grundsätzliche Bewertung der Arbeit: Was sind sie nun Co-Manager, Volkstribun, Notarzt? Klaus Heimann, D-d-m-Redakteur, hatte die Idee für diese Ausgabe, er fand die Autoren, er führt auch in das Thema ein. mehr ...


DAS INTERVIEW MIT DR. THOMAS KLEBE

Im Interview mit denk-doch-mal erläutert der Justiziar der IG Metall Dr. Thomas Klebe seine langjährigen Erfahrungen in der Betriebsrätearbeit. Die Anforderungen hätten sich gewaltig geändert. Früher sei der Fokus von Betriebsräten eher darauf gerichtet, Entgeltfragen zu klären und Themen der Arbeitszeit. Der wirtschaftliche Aspekt, wie geht es dem Unternehmen, wie sichert man Beschäftigung, standen nicht so im Vordergrund wie heute. Auch in kleinen und mittleren Betrieben stehen natürlich viele wirtschaftliche Fragen an. mehr ...


ERGEBNISSE BETRIEBSRATSWAHL 2010

Die Betriebsratswahlen 2010 zu bilanzieren ist keineswegs banal. Die Daten der Gewerkschaften und Betriebe zusammenzuführen ist zeitaufwendig. Ralph Greifenstein und Prof. Kißler haben dies im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung getan. Ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen stellen sie in ihrem Beitrag vor. mehr ...


BETRIEBSRAT FÜR IMMER?

Der Betriebsrat ist zwar ein Ehrenamt, aber ein Teil der Mitglieder – die Freigestellten – üben das Amt als Hauptberuf aus. Das birgt gewisse berufliche Risiken. Denn welches ist die berufliche Perspektive des Freigestellten, wenn er „abstürzt“, d.h. wenn er abgewählt wird, oder wenn durch eine Unternehmensfusion auch die Betriebsratsgremien fusionieren und dadurch Freistellungsmandate verloren gehen, oder wenn er amtsmüde ist und sich anders orientieren möchte? Das Betriebsverfassungsgesetz sichert ihm zu, dass er an seinen früheren Arbeitsplatz zurückkehren kann. Aber ist das nach nicht selten acht, zwölf oder noch mehr Jahren Freistellung eine realistische Option? Das sind die Fragen, die Hermann Kotthoff untersucht hat und vorstellt. mehr ...


ALLROUNDJOB

Für Dr. Berndhard Pöter und Walter Lochmann steht fest, dass in den handelnden Personen sich die objektive Ambivalenz ihrer Arbeit widerspiegelt. Es ist ein Hin- und Hergerissensein zwischen Allmachtsphantasien und Ohnmachtsgefühlen. Dem Hochgefühl (und den Verführungen) des Mittuns und Eingreifens in schicksalhafte Regelungen folgt häufig auf den Fuß das Erleben von tiefer Niedergeschlagenheit, Versagensgefühlen und Misserfolgsfallen.  mehr ...

 


DIE SOZIALE ELITE

Darf man nun bei Betriebsräten von einer sozialen Elite sprechen – wo der Begriff „Elite“ doch für „die da Oben“ reserviert scheint und aus historischen Gründen bei uns diskreditiert ist? Andreas Drinkuth meint ja, denn eine Gesellschaft braucht Führungspersönlichkeiten, die Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen, die sich von einem klaren und lebensfreundlichen Wertesystem leiten lassen und sich durch demokratische Wahlen legitimieren: Und das seien nun einmal Betriebsräte. mehr ... 


JANUSKÖPFIGE INSTITUTION

Dass die Bilanz für die Betriebsräte positiv ausfällt, steht für Prof. Walther Müller-Jentsch, dem wohl profundesten Kenner der Mitbestimmung und Betriebsrätepolitik in Deutschland, außer Frage. "Wenn die Mitbestimmung in Deutschland die Invasion neoliberalen Gedankenguts und den Sturm der Finanzkrise überstanden hat, dann war dies vornehmlich den Betriebsräten zu verdanken, die, unterstützt von den Gewerkschaften, den Gedanken der Demokratie im Betrieb lebendig halten", schreibt er in seinem Beitrag für denk-doch-mal. mehr...


DAS INTERVIEW: ENTLASSUNGEN IST DAS SCHLIMMSTE

Seit 30 Jahren aktiver Betriebsrat in führender Position. Aus diesem Erfahrungsschatz schöpft Bernd Hofmaier-Schäfer im Interview. Ein spannendes Gespräch, in dem er auch verät, was seine schlimmste Erfahrung in allen den Jahren war: "Entlassungen, das ist das Schlimmste. Wenn man Sozialpläne machen muss und die Auswahl treffen, das möchte ich nie wieder!" mehr...


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