NEUE AUSGABE JETZT ERSCHIENEN: KriseLernen - Jetzt alle Beiträge auch als pdf

EDITIORIAL

Prof. Peter Faulstich, Redaktionsmitglied von denk-doch-mal, hat diese Ausgabe konzipiert und die Autoren gewonnen. In seiner Hinführung auf die Beiträge umreist er den Rahmen dieser Nummer des Online-Magazins: KriseLernen. Immerhin hat die Krise auch aufgezeigt, dass Alternativen möglich sind. Es gibt zumindest Ansätze zum moralischen Neustart und Umlernen. mehr ...

ACHTUNG: für alle Puristen, die unsere Beiträge gerne ohne Bilder lesen, wird eine pdf-Fassung angefügt. Ein besonderer Service der Redaktion. Erkennbar an diesem Icon.


MORAL AN DIE BÖRSE

Behauptet wird, dass jede Krise die Chance eines neuen Aufbruchs biete. Aber worin der „neue Aufbruch“ besteht, bleibt vage, das meint zumindest Prof. Friedhelm Hengsbach. Er zeigt, wie die notwendigen finanztechnischen Reparaturenaussehen müssen. Diese stellt er aber in einen größeren Rahmen: Er skizziert den normativen, politischen und sowie realwirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Neustart. mehr...


GESCHICHTE ERKLÄRT

Die Gegenwart erklärt sich aus der Vergangenheit, das meint zumindest der Ökonom Prof. Karl Georg Zinn. Das Schwergewicht seiner Überlegungen liegt nicht auf der brandaktuellen Situation, sondern es geht ihm um eine längerfristige Betrachtung der Wirtschaftsentwicklung. Die bis dahin leidlich zutreffende Formel „Vollbeschäftigung durch Wachstum“ ist obsolet geworden. mehr...


RUF NACH BILDUNG

Erstaunlicherweise wiederholen sich die Argumente. Merkwürdigerweise ertönt, immer wenn die Erosion der Lohnarbeit einen neuen Schub erhält und der Begriff Beruf als Form des gesellschaftlichen Arbeitseinsatzes in einen neue Theoriekrise gerät, der Ruf nach Bildung. So auch in dieser Krise: Kurzarbeit soll als Chance für Lernzeiten genutzt werden. Das war das Postulat 2009, die Realität bis 2011 ist dem nicht gefolgt. Prof. Peter Faulstich beschreibt seine Eindrücke und Erfahrungen. mehr...


AUFKLÄRUNG STATT WORTHÜLSEN

Welche Auswirkungen hat die Krise auf das System der organisierten Weiterbildung? Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, da sich sowohl Risiken als auch Chancen abzeichnen. Die Risiken liegen zum einen in Nachfrageausfällen als Reaktion auf individuelle Einkommensausfälle und betrieblichen Kostendruck, zum anderen in der Gefahr von staatlichen Ausgabenreduzierungen im Feld der individuellen und institutionellen Weiterbildungsförderung. Prof. Dieter Gnahs versucht die Auswirkungen aufzuspüren. mehr ...


SPIELBALL

Was für die Träger betriebswirtschaftlich Sinn machte, musste gesamtwirtschaftlich nicht unbedingt sinnvoll sein. Die Politik und in ihrem Schlepptau die Bundesagentur forderten Qualifizierungsmaßnahmen, die Träger lieferten sie. Ob die Maßnahmen im Bereich des regionalen Arbeitsmarktes die Beschäftigungschancen verbesserten, war nicht immer so klar. So entstand die Geschichte der Floristenschwemme im Osten, die der Arbeitsmarkt nachher nicht brauchte oder wollte. Wenn es die Floristenschwemme jemals gab, so ist sie weder auf Fehlverhalten der Träger noch der Bundesanstalt für Arbeit zurückzuführen. Die Träger haben angeboten, was die Bundesanstalt für Arbeit nachfragte; die Bundesanstalt für Arbeit fragte nach, weil die Politik es so wollte. Weiterbildung diente zur Kosmetik von Arbeitslosenzahlen. Weiterbildner Peter Schulz-Oberschelp macht sich seine Gedanken zu den Zyklen. mehr...


KEINE WEITERBILDUNG VON DER STANGE

Wichtig ist es, von einer Weiterbildung „von der Stange“ wegzukommen und sich stattdessen am unternehmensspezifischen Fachkräfte- und Weiterbildungsbedarf zu orientieren. Immer im Blick: die Schaffung einer größeren Nachhaltigkeit in der beruflichen Qualifizierung und die Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung bei allen Beschäftigten. Das ist das Geschäftskonzept des bfw - das Unternehmen für Bildung. Peter Dunkel und Ulrike Langer informieren über die Weiterbildungspolitik des bfw. mehr...


FINANZSEKTOR BRAUCHT KONTROLLE

Eine Abkopplung wie die des Finanzsektors aus gesellschaftlicher Einbindung und staatlicher Kontrolle gefährdet letztlich die Demokratie als akzeptierte Gesellschaftsform, das sagt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bildungsstätten. Wir dokumentieren den Beschluß im Wortlaut. mehr ...


BILDUNG IN DER KRISE

Der Wissenschaftliche Beraterkreis von IG Metall und verdi weist in seinen Berufs-Bildungs-Perspektiven 2010 darauf hin, dass „den Stellenwert von Bildung in Zeiten der Krise überzubetonen bedeuten würde, die Augen vor den Eigenlogiken kapitalistischer Marktwirtschaft zu verschließen und systemimmanente Probleme zu individualisieren. Auch dass in der momentanen Krise die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich der zu erwartenden Arbeitslosenzahlen nicht eingetreten sind, kann nicht in erster Linie als Ergebnis von Bildungsbemühungen betrachtet werden.“ Aber er betont ausdrücklich: Bildung kann eine nicht zu unterschätzende Funktion auch bei der Bewältigung einer Krise einnehmen und ist vor allem ein unverzichtbarer Faktor für nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung. Wir dokumentieren das neuste Gutachten des Beraterkreises. mehr ...

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