INHALT - Ausgabe Juli 2009

EDITIORAL

Unser Bildungssystem ist geprägt von Ausgrenzungen. Diese beginnen in den Kindertagesstätten, setzen sich im allgemeinbildenen Schulsystem mit seiner Dreigliedrigkeit fort und schotten die Hochschule von der beruflichen Aus- und Weiterbildung ab. Die Forderung nach Bildungsprivilegien für alle soll deutlich machen, dass ein demokratisches Bildungssystem Benachteiligungen wie Privilegien für spezifische Bevölkerungsgruppen vermeiden muss. Dies sagt Dr. Roman Jaich, Redakteur von denk-doch-mal, der diese Ausgabe gepalnt und umgesetzt hat.   mehr...


SCHLUß MIT DEM BILDUNGSROULETTE

Gegen die soziale Selektivität inder Bildung hat die SPD auch in der Großen Koalition klar Stellung bezogen. Der Kernunterschied zwischen konservativer und sozialdemokratischer Bildungsförderung legt Dr. Ernst Dieter Rossmann, Bildungssprecher der SPD-Bundestagsfraktion, klar: Während die Konservativen und Liberalen in ihrem ideologischen Kern dem Prinzip der staatlichen oder privaten „Gnade" mit Stipendien, Stiftungen und Bestenauslese folgen möchten, steht die SPD für klare individuelle Rechtsansprüche jedes und jeder Einzelnen. Unser Leitmotiv der Chancengleichheit lässt an dieser Stelle gar nichts anderes zu - und  das mit Recht. Recht und Gerechtigkeit - das hängt schließlich nicht nur vom Wortstamm her untrennbar zusammen.  mehr...


BILDUNG FÜR ALLE ? - VON WEGEN !

BILDUNG FÜR ALLE die Forderung ist ebenso richtig wie altbekannt. Dumm nur, dass man sie im Deutschland des Jahres 2009 noch immer stellen muss. Dumm nur, dass just die Kopplung des Bildungserfolgs an die soziale Herkunft gerade in Deutschland noch so stark ist wie in keinem anderen Industriestaat. Das meint zumindest Prof. Rolf Dobischat, der Präsident des deutschen Studentenwerks. Für ihn steht fest: Mit Blick auf die Hochschulbildung muss es heißen: Bildung für Alle? Von wegen!  mehr...


BILDUNGSGERECHTIGKEIT

Im Vergleich zu früheren Reformdebatten fällt auf, dass Bildung verstärkt als ein Menschenrechtsthema wahrgenommen wird - und dies ausdrücklich auch im Blick auf das deutsche Bildungswesen. Bildung wird dadurch zunehmend zum Gegenstand des Gerechtigkeitsdiskurses, der aktuell vorrangig unter der Überschrift „Bildungsgerechtigkeit" geführt wird. Dr. Axel Bernd Kunze, derzeit Gast-Professor in Trier, beschreibt die neue Diskussion.  mehr...


DAS INTERVIEW: DURCHLÄSSIGKEIT

Im ddm-Interview mit Bildungsberater Wolfgang Oppel fordert er, ein hohes Maß an Durchlässigkeit horizontal wie vertikal zwischen Bildungseinrichtungen, ebenso wie zwischen betrieblicher Ausbildung und Hochschulen zu schaffen. Erforderlich dafür sei ein Anerkennungsverfahren, das es möglich macht, dass Kompetenzen, die in einem Bildungsbereich erworben wurden, in einem anderen Bildungsbereich anerkannt werden.  mehr...


BILDUNG IN DEN FRÜHEN JAHREN STÄRKEN

Gunther Steffens plädiert in seinem Beitrag für eine  Föderalismusreform, die die Sicherung von Bildung als Zukunftsinvestition festschreibt und die Kompetenzen von Bund und Ländern neu gestalten und zwar in einer Art und Weise, dass Bildung in Deutschland als System erkennbar wird und nicht wie bisher als eine Ansammlung  unsystematischer Regelungen.  mehr...

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